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Niebuhrstrasse

 
Entwurf:
Hannes Sauer
 
Mitarbeiter:
Josefa Schwab
Jeanette Czolbe
Margot Kempe-Sauer
Johan Sauer
 
 
Ort:
Berlin-Charlottenburg,
Niebuhrstrasse 14-19
 
Fläche:
2500 m²
  
Jahr:                
2006
 
Erläuterungen:
 
Die unweit vom Kurfürstendamm gelegene Wohnanlage Niebuhrstrasse 14 – 19b wurde 1919 nach den Plänen des Stadtbaumeisters Paul Weingärtner als Notstandssiedlung für Kriegsheimkehrer des 1. Weltkrieges, für kinderreiche Familien und Heimatvertriebene errichtet. Ursprünglich bestand die Anlage aus vier L-förmigen Zeilen mit den Wohnungen zugeordneten Kleingärten zur Selbstversorgung. In den 50er und 70er Jahren wurden drei Zeilen abgerissen und die Grundstücke neu bebaut. Die verbliebene Häuserzeile wurde nach etlichen Abrissversuchen 1994 unter Denkmalschutz gestellt. Die Sanierung und Modernisierung der Anlage erfolgte somit unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten, welche  sich hauptsächlich auf die Fassade mit ihrer Farbgebung, sparsamen Ornamentik und den Öffnungen bezogen. Die innere Struktur erfuhr in bautechnischer und organisatorischer Hinsicht eine Umfassende Neuordnung. Aus den ehemals 43 qm grossen, schon mit WC ausgestatteten 2 –Zimmer Wohnungen entstand eine Reihenhausanlage mit Eigentumswohnungen in Grössen von 80 qm bis 320 qm. Das Prinzip der vorgelagerten Kleingärten wurde beibehalten und durch, vom Garten erreichbare grosszügige Balkone ergänzt. Das achtgeschossige, neue Punkthaus besetzt die freie Ecke des Grundstückes als Art Landmarke und übernimmt mit dem östlich gelegenen ehemaligen Umspannwerk eine Rahmenfunktion für die denkmalgeschützte Anlage. Nach Westen signalisiert die Brandwand die Option der Herstellung des Blockrandes. Gebäude beinhaltet zwölf Eigentumswohnungen sowie im Erdgeschoss Berlin’s kleinstes Hotel mit 4 Zimmern. In der unter der Gartenfläche befindlichen Tiefgarage sind 24 Stellplätze untergebracht.

 

 

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