Ein Glockenturm für Melchow
Neubau eines Glockenturmes für eine Glocke des Klosters Chorin
aufgeforderter Wettbewerb, 1. Preis
Entwurf:
Johan Sauer
Hannes Sauer
Mitarbeiter:
Julian Marbach
Ort:
Melchow
Erläuterungen:
Der Neubau des Glockenturmes ist die konsequente Fortsetzung der 1934 begonnenen Umwandelung eines Stallgebäudes in eine Kirche.
Die Gestaltung des Turmes nimmt Bezug auf die klassischen Beispiele in der Mark Brandenburg. ohne historisierend zu erscheinen. In einer rationalen Architektursprache beschränkt sie sich auf das Wesentliche.
Die Hülle des Turmes ist in einem zeitgemäßen Material vorgesehen, und zwar wetterfestem Cor-Ten Stahlblech mit seiner markanten rotbraunen Rostoberfläche.
Die Schallöffnungen des Glockenraumes beziehen sich in ihrer Gestalt auf die Fensteröffnungen der Kirche.
Die Konstruktion erfolgt im Stahl-Skelett-bau mit IPB-Profilen. in drei Bauteilen, um Vorfertigung, Transport und Montage wirtschaftlich zu ermöglichen.
Die “Gründung” des Turmes erfolgt auf der bauseits vorgeschlagenen Betonzwischendecke. Als Alternative hierzu wäre auch der Einbau eines Stahlrostes möglich.
Weiterhin schlagen wir vor, in einem weiteren Bauabschnitt durch Entfernen der Zwischendecke die räumliche Qualität und den sakralen Charakter des Kirchenraumes zu verbessern, zumal die sichtbare Dachkonstruktion für brandenburgische Kirchen charakteristisch ist.
In diesem Zusammenhang sollte die Dachhaut als Rote Dachziegeldeckung wiederhergestellt werden.
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