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Luisenblock

Städtebaulicher Ideenwettbewerb:
2. Phase 2. Rundgang (Platz 10)
  
Jahr:                
2009
 
Entwurf:
Hannes Sauer
Johan Sauer
 
Mitarbeiter:
Magdalena Schwalke
Julian Marbach
 
Ort:                      
Luisenblock Berlin
 
Erläuterungen:
Leitidee und Begründung
Der Siegerentwurf des Wettbewerbes aus dem Jahre 1993 sah vor das Band des Bundes bis hinter den Bahnhof Friedrichstraße fortzuführen und dort abzuschließen. Die darauf folgenden Planungen endeten an der Luisenstraße und sahen den Sprung über die Luisenstraße nicht mehr vor. Da nun zum Sprung über die Luisenstraße angesetzt werden soll, bietet sich die Chance, das Band des Bundes zumindest vor dem Bahnhof Friedrichstraße zu einem Abschluss im Sinne der Ursprungsidee zu bringen und zwar mit einer halbkreisförmigen Architektur analog zum Abschluss des Bandes im Kanzlerpark. Der vorliegende Entwurf folgt dieser Leitidee und umklammert mit seinem offenen Halbkreis die denkmalgeschützten Gebäude im Blockinneren ohne diese zu bedrängen.

Im Norden wird der Block durch einen Büroriegel geschlossen, dessen Hofseite den nördlichen Abschluss des Band des Bundes aufnimmt. Diese Linie setzt sich über die Kindertagesstätte in den Bereich der städtischen Nutzung fort.

Die Gebäude an der Luisenstraße werden in den neuen Blockrand integriert, die Eingangsfront des Band des Bundes jedoch orientiert sich an der Ausrichtung der Front des Marie-Elisabeth-Lüders Hauses. Die Architektur des Band des Bundes im Luisenblock orientiert sich an wesentlichen Leitmotiven des M.-E.-Lüders Hauses, wie die Aufnahme der Traufhöhe, die Anordnung der Bürokämme und die durchlaufende Traufkante.

Die konsequente Weiterführung der baulichen Struktur hat zur Folge, dass der Schiffbauerdamm als Fahrstraße für Autos und Lkw nicht mehr bis zur Marschallbrücke weitergeführt wird, sondern im dorotheenstädtischen Straßenraster nach Norden schwenkt und somit eine klare Trennung zwischen Bundestag und städtischer Nutzung herstellt.

Der Raum zwischen Bundestag und Spree bildet die Fortsetzung der Außenanlagen vor dem M.-E.-Lüders Haus im gleichen Gestaltungsprinzip mit Allee sowie Fuß- und Radweg. Der Verzicht auf Autoverkehr ist auch unter dem Aspekt der Sicherheit zu betrachten.

Die östliche Seite des durch den Schiffbauerdammes geteilten Quartiers ist auch nach dem dorotheenstädtischen Raster ausgerichtet und in zwei Blöcke sowie ein Punkthaus gegliedert. Die Straßenräume des städtischen Blocks sind autofrei und bieten somit die Voraussetzung für städtisches Leben mit Gastronomie, Handel und Kleingewerbe im Konsens mit den entsprechenden Einrichtungen in den S-Bahnbögen.

Alle nach Norden in Richtung Bahntrasse gelegenen Gebäudeteile beinhalten auch aus Gründen der Schallemission nur Gewerbe und Büros. Die Wohnungen orientieren sich grundsätzlich nach Süden und Westen.

Materialitäten

Das Band des Bundes sowie die nördlichen Bürobauten sind in warmgrauem Kalkstein / Travertin vorgesehen. Bezugnehmend auf historische Gebäude der näheren Umgebung sind die Kindertagesstätte sowie die Gebäude der städtischen Nutzung in Sichtmauerwerk vorgesehen.

 

 

 

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